Stellungnahmen
UN-Weltmädchentag am 11. Oktober 2026
Die BAG Mädchen*politik und das Projekt meinTestgelände weisen anlässlich des UN-Weltmädchentags darauf hin, dass Einsamkeit ein zunehmendes Phänomen von Mädchen und jungen FLINTA wird.
UN-Weltmädchentag: Wie geht es Mädchen heute? Psychische Gesundheit und Einsamkeit im Fokus der Bundesarbeitsgemeinschaft Mädchen*politik (BAGM*)
Gesellschaftliche Krisen, Zukunftssorgen und psychische Belastungen prägen die Lebenswelt junger Menschen. Besonders Mädchen und junge Frauen berichten von hohen Belastungen. Der UN-Weltmädchentag am 11. Oktober lenkt den Blick darauf, was Mädchen heute bewegt und warum auch Einsamkeit ein Thema ist, über das gesprochen werden muss.
Berlin, 11. Oktober 2026. Wie belastet junge Menschen aktuell sind, zeigen verschiedene Studien zur psychischen Gesundheit der letzten Jahre. In der aktuellen Erhebung der COPSY-Studie zeigt sich insbesondere bei Mädchen und jungen Frauen ab 14 Jahren eine hohe Belastung: Der Anteil mit depressiven Symptomen stieg innerhalb eines Jahres von 11 auf 17 Prozent. Bei Angstsymptomen stieg der Anteil von 20 auf 31 Prozent. (Quelle: COPSY-Studie 2025)
Ein Aspekt der psychischen Belastung ist die Einsamkeit junger Menschen. Das DJI zeigt, dass sich junge Frauen zwischen 12 und 17 sowie zwischen 26 und 32 Jahren einsamer fühlen als gleichaltrige junge Männer. Junge queere Personen berichten ebenfalls von erhöhtem Einsamkeitserleben. (Quelle: DJI, AID:A 2023)
„Einsamkeit von Mädchen und jungen FLINTA* ist weniger sichtbar, wahrscheinlich weil wir sie nicht erwarten. Bei Einsamkeit denken wir eher an ältere Menschen oder es werden Phänomene wie die ‘male loneliness epidemic’ diskutiert. Dabei sind Mädchen und queere junge Menschen laut Studien stärker betroffen. Darauf wollen wir aufmerksam machen.“ (Bianca Strzeja, Vorstand BAGM*)
Diesjährige Fachtagung widmet sich Mädchen und Einsamkeit
Genau hier setzt die diesjährige Fachtagung der BAGM* an, die vom 9. bis 11. November 2026 in Berlin stattfinden wird. Unter dem Titel „Feministische Perspektiven auf Beziehungsarbeit. Was Mädchen*arbeit gegen Einsamkeit tun kann“ beschäftigen sich rund 100 Fachkräfte, Speaker*innen und Referent*innen mit der Frage, wie Einsamkeit bei Mädchen und jungen Frauen entsteht, wie sie sich zeigt und was Fachkräfte der MINTA*-Arbeit tun können, um ihr entgegenzuwirken. Ein wichtiger Fokus hierbei ist die Beziehungsarbeit und welche verschiedenen Arten der Verbindung es gibt. Denn Einsamkeit bedeutet nicht einfach, allein zu sein. Ein junger Mensch kann von Menschen umgeben sein und sich trotzdem nicht zugehörig, verstanden oder gesehen fühlen. Die Frage ist deshalb nicht nur: Wie viele Kontakte hat ein Mädchen? Sondern auch: Wie ist die Qualität der Verbindungen und wie politisch sind menschliche Beziehungen?
Am besten lässt man die Jugendlichen hierbei selbst zu Wort kommen. Wie wichtig Zugehörigkeitsräume sind, in denen Jugendliche selbst darstellen können, was sie bewegt, zeigt die Arbeit von meinTestgelände. Das Projekt ist in der Trägerschaft der BAGM* und bietet jungen Menschen eine digitale Plattform, auf der sie ihre geschlechter- und sexualitätsbezogenen Perspektiven, Erfahrungen und Fragen selbst veröffentlichen können. Das Thema Einsamkeit scheint auch hier implizit immer wieder auf, insbesondere, wenn es um queere Lebenswelten und Outing-Prozesse geht sowie um die Lockdown-Phasen zwischen 2020 und 2023, in denen viele junge Menschen sehr lange isoliert und von ihren Peers getrennt waren.
„Es braucht sichere und wertschätzende Treffpunkte, online und offline, an denen Jugendliche Kontakte knüpfen und Freund*innen finden können - und das unabhängig von ihren finanziellen Mitteln. Die Politik fährt aktuell jedoch Angebote der Jugendarbeit finanziell zurück. Dadurch fallen wichtige Räume und Unterstützungsmaßnahmen weg, wo junge Menschen Einsamkeit entgehen und Stabilität finden können.”
(Dr.ⁱⁿ Claudia Wallner, Projektleitung meinTestgelände)
Als feministische Organisation setzen wir uns für die psychische Gesundheit junger Menschen aller Geschlechter ein und wollen Räume schaffen, in denen sie selbstbestimmt handeln und Zugehörigkeit erleben können. An diesem UN-Aktionstag und darüber hinaus, wollen wir für die Sichtbarkeit der Belange von MINTA* einstehen und uns fachlich weiterentwickeln, um sie bestmöglich zu unterstützen.
Der UN-Weltmädchentag wird jährlich am 11. Oktober begangen. Er bietet Anlass, vielfältige Perspektiven auf das komplexe Thema der psychischen Gesundheit stärker in den Mittelpunkt zu rücken. Er macht auf die besonderen Herausforderungen aufmerksam, mit denen Mädchen weltweit konfrontiert sind und setzt sich für ihre Rechte, Chancen und gesellschaftliche Teilhabe ein.
Die Bundesarbeitsgemeinschaft Mädchen*politik e. V. setzt sich für die Interessen von Mädchen und jungen Frauen* sowie für die Weiterentwicklung geschlechterreflektierter und mädchenpolitischer Arbeit ein. Sie vernetzt Fachkräfte und Organisationen, fördert den fachlichen Austausch und setzt Impulse für die Weiterentwicklung der Mädchenarbeit und für eine geschlechtergerechte Gesellschaft.
Pressekontakt
Bianca Strzeja, Fachreferent*in der Bundesfachstelle für Mädchen*politik
vorstand@bag-maedchenpolitik.de
0151-29581603
* Das Akronym FLINTA* steht für Frauen, Lesben, Inter, Nicht-binär, Trans* und Agender.
* Das Akronym MINTA* steht für Mädchen, Inter, Nicht-binär, Trans* und Agender.
BAG Mädchen*politik übernimmt die Trägerschaft von meinTestgelände
Die BAG Mädchen*politik übernimmt zum 01. Juli 2026 die Trägerschaft des Projekts meinTestgelände.
Pressemitteilung Bundesarbeitsgemeinschaft Mädchen*politik e.V.
BAG Mädchen*politik übernimmt zum 01. Juli 2026 die Trägerschaft des Projekts meinTestgelände
Berlin, 07. Juli 2026 – Seit dem 1. Juli 2026 ist die Bundesarbeitsgemeinschaft Mädchen*politik e.V. (BAGM*) Trägerin des Projekts meinTestgelände. Damit wechselt sie von der Kooperationspartnerin zur Trägerin. Zum Projekt gehören das Jugendmagazin meinTestgelände sowie das Fachmagazin Geschlechtersensible Pädagogik.
Mit der Trägerschaft führt die BAG Mädchen*politik die erfolgreiche Arbeit der meinTestgelände-Angebote mit dem bestehenden Personal fort. Das Projekt setzt sich seit 13 Jahren für Geschlechtergerechtigkeit und die Stärkung von Mädchen, Jungen und queeren Jugendlichen ein – auf unterschiedliche, aber sich ergänzende Weise. Das Jugendmagazin meinTestgelände bietet jungen Menschen einen digitalen Raum, um sich mit Geschlechterrollen, Vielfalt, Demokratie und gesellschaftlicher Teilhabe auseinanderzusetzen, eigene Perspektiven einzubringen und sich auszutauschen. Das Fachmagazin Geschlechtersensible Pädagogik (gsP) richtet sich an Fachkräfte der Kinder- und Jugendhilfe, Bildung und Sozialen Arbeit. Es vermittelt aktuelle fachliche Erkenntnisse, stellt Praxisbeispiele vor und unterstützt pädagogische Fachkräfte dabei, geschlechterreflektierte und diskriminierungssensible Ansätze in ihrer Arbeit weiterzuentwickeln.
Die neue Trägerschaft baut auf einer langjährigen vertrauensvollen Zusammenarbeit auf. In den vergangenen Jahren sind enge fachliche Verbindungen entstanden, die von gemeinsamer feministischer Haltung, gegenseitigem Vertrauen und dem Engagement für die Rechte und Teilhabe von Mädchen und queeren Jugendlichen geprägt waren. Umso mehr freut sich die BAG Mädchen*politik darauf, diesen Weg mit den bisherigen Partnerinnen fortzusetzen und das Projekt gemeinsam weiterzuentwickeln.
„Für uns als kleiner Verein ist diese Trägerschaft eine große und verantwortungsvolle Aufgabe.” sagt Bianca Strzeja, Vorständin der BAGM*. “Wir freuen wir uns sehr über das Vertrauen, das uns entgegengebracht wurde. meinTestgelände und gsP haben sich in den vergangenen Jahren zu einem wichtigen - und bundesweit einzigartigen - Ort für die feministische Arbeit von und mit Jugendlichen entwickelt. Gemeinsam wollen wir nun dafür sorgen, dass wir noch mehr junge Menschen und engagierte Fachkräfte erreichen.“
Die BAG Mädchen*politik bedankt sich bei allen bisherigen Wegbegleiter*innen für die vertrauensvolle Zusammenarbeit und das große Engagement, mit dem meinTestgelände zu einem bundesweit anerkannten Projekt geworden ist. Gemeinsam soll das Projekt auch künftig junge Menschen in all ihrer Vielfalt stärken, Fachkräfte in geschlechtersensibler Arbeit unterstützen und wichtige Impulse für intersektionale Perspektiven und eine diskriminierungssensible Kinder- und Jugendhilfe setzen.
Pressekontakt: Bianca Strzeja | vorstand@bag-maedchenpolitik.de | 0151-29581603
Bundesfachstelle für Mädchen*politik
Die BAG Mädchen*politik hat am 01. April 2026 mit Mitteln des Kinder- und Jugendplans (KJP) eine Bundesfachstelle eingerichtet.
Bundesfachstelle für Mädchen*politik gegründet – Stärkung geschlechtersensibler Jugendarbeit in Deutschland
Berlin/Potsdam, 01. April 2026 – Nach 26 Jahren ehrenamtlicher Arbeit gibt es einen bedeutenden Entwicklungsschritt in der Mädchen*- und MINTA¹-Arbeit in Deutschland: Die Bundesfachstelle für Mädchen*politik nimmt ihre Arbeit auf. Erstmals wird die bisher ehrenamtlich getragene Struktur durch eine hauptamtliche Stelle gestärkt, ermöglicht durch Fördermittel aus dem Kinder- und Jugendplan (KJP) des Bundes.
Der Trägerverein ist der BAG Mädchen*politik e.V., der seit 1999 bundesweit aktiv ist und rund 50 Mitglieder aus unterschiedlichen Bereichen der geschlechtersensiblen Arbeit zählt. Zu seinen zentralen Aktivitäten zählen Fachtage, Studientage sowie die bundesweite Fachkräftevernetzung in der Mädchen*arbeit und -politik.
Seit April 2026 arbeitet eine Fachreferentin mit 75% VZE am Aufbau der neuen Bundesfachstelle. Ziel ist es, die fachliche Weiterentwicklung, Sichtbarkeit und politische Interessenvertretung von Mädchen und MINTA-Personen, sowie der Fachkräfte aus diesem Bereich, nachhaltig zu stärken.
„Wir sind sehr stolz darauf, nach 26 Jahren engagierter ehrenamtlicher Arbeit nun den Schritt in die hauptamtliche Struktur geschafft zu haben. Die Interessenvertretung von Mädchen und die Stärkung der Mädchen*arbeit erfordern einen langen Atem – umso bedeutender ist es für uns, unsere Arbeit nun weiter zu professionalisieren und langfristig zu sichern“ Katrin Schröter-Hüttich (Vorstand BAG Mädchen*politik e.V.)
Inhaltlich setzt die Bundesfachstelle wichtige Schwerpunkte in den Bereichen queerfeministische Jugendarbeit, Intersektionalitätssensibilität, Gewaltprävention sowie die konsequente Sichtbarmachung von MINTA-Perspektiven. Damit schließt sie eine Lücke in der bundesweiten Jugendhilfelandschaft: Erstmals steht eine zentrale Fachstelle mit klarem Fokus auf Mädchen*politik zur Verfügung.
Die neue Struktur bietet Fachkräften, Trägern und politischen Akteur*innen eine wichtige Anlaufstelle für Austausch, Qualifizierung und fachliche Impulse. Gleichzeitig trägt sie zur Stärkung demokratischer Strukturen bei, indem sie die Teilhabe und Perspektiven von Mädchen und MINTA-Personen gezielt fördert.
¹ Das Akronym MINTA steht für Mädchen, Inter, Nicht-binär, Trans und Agender.
Pressekontakt
Bianca Strzeja, Fachreferentin der Bundesfachstelle für Mädchen*politik
info@bag-maedchenpolitik.de
Tel: 0151-29581603
Mädchen*arbeit während Corona
Mit unserer Stellungnahme weisen wir auf die Auswirkungen der Pandemie auf die Lebenslagen unserer Besucher*innen und unserer Arbeit hin.
Mädchen*arbeit während Corona: Die Pandemie hat uns im März 2020 alle mehr oder weniger aus dem Nichts heraus kalt erwischt. Mit unserer Stellungnahme weisen wir auf die schwierigen Lebenssituationen von Mädchen* und jungen Frauen* hin, die sich durch die pandemische Lage und auch das Leben im Lockdown ergaben. Unser Blick auf unsere Besucher*innen ist kein Defizitärer! Trotzdem war es in den zu diesem Zeitpunkt präsenten gesellschaftlichen Debatten besonders wichtig, gezielt darauf hinzuweisen, was die Beschränkungen wie Lockdown und Schulschließungen für unsere Zielgruppe bedeutet haben. Kinder und Jugendliche aber auch erwachsene Frauen* waren häuslicher Gewalt verstärkt ausgesetzt und auch eine soziale Isolation von bspw. Mädchen* die behindert werden, hatte weitreichende Folgen.
In unserer Stellungnahme haben wir die Positionen und Forderungen der Fachkräfte aus dem gesamten Bundesgebiet aufgenommen, die wir zuvor aufgerufen haben uns mitzuteilen, wo die besonderen Herausforderungen ihrer Besucher*innen lagen.
Kinder- und Jugendstärkungsgesetz
Die BAG M* hat sich gemeinsam mit anderen dafür eingesetzt, dass die Mädchen*perspektive im Kinder- und Jugendstärkungsgesetz (KJSG) erhalten bleibt.
Kinder- und Jugendstärkungsgesetz: Im Mai 2021 stand eine Novellierung des Gesetzestextes aus dem Kinder- und Jugendstärkungsgesetz (KJSG) zur Debatte und sollte vom Bundesrat verabschiedet werden. Die Grundlage unserer Angebote und auch Begründung für viele unserer Förderanträge ist die explizite Nennung von der Notwendigkeit geschlechtsspezifischer Angebote für Mädchen*. Die Novellierung sah vor, die Worte „Mädchen“ und „Jungen“ aus dem Gesetzestext zu streichen und durch „junge Menschen“ zu ersetzen.
Dagegen haben wir uns mit einer Stellungnahme gemeinsam mit der BAG J* und weiteren Kinder- und Jugendverbänden positioniert. Denn wir leben nicht in einer Gesellschaft in der Geschlecht keine Rolle mehr spielt. Mit einer Gesetzesänderung, in der kein Geschlecht mehr explizit genannt wäre, wäre geschlechtsspezifischer Arbeit mit Mädchen*, Jungen* und queeren Angeboten die Argumentationsgrundlage entzogen worden.
Als Zusammenschluss konnten wir erreichen, dass das Kinder- und Jugendstärkungsgesetz (KJSG) nach dritter Lesung im Bundestag am 7. Mai 2021 vom Bundesrat mit der differenzierten Benennung der vielfältigen Zielgruppen verabschiedet worden ist.
Dieses hat eine hohe Bedeutung für die Mädchen*- und Jungen*arbeit und für die Angebote für trans*idente, nicht-binäre und intergeschlechtliche junge Menschen. Denn nur wer benannt wird, kann auch gezielt Adressat*in von Kinder- und Jugendhilfeangeboten sein.
Das Sternchen
Warum und wie in der BAG M* genutzt wird, findest Du hier zusammengefasst.
Das Sternchen: Sprache formt unser Denken und Handeln und ist entscheidend für die Art und Weise des Miteinanders. Die Art wie wir sprechen hat große Auswirkungen auf unser Gegenüber. Es gibt viele Arten, die andere Person, andere Personen mit einzubeziehen oder auszuschließen. Auszuschließen aus unseren Geschichten, aus unseren Projekten, aus der Gesellschaft. Die Art und Weise über Geschlecht zu denken, zu sprechen und zu schreiben, ist einer stetigen Veränderung ausgesetzt. Geschlechtssensible / geschlechterreflektierende Sprache wird immer selbstverständlicher. Von einer binär erdachten Welt mit zwei Geschlechtern entfernen wir uns seit längerem und spätestens seitdem Nachrichtenportale in ihren Meldungen geschlechtsinklusiv sprechen, ist das Sternchen / der Gendergap / der Doppelpunkt viel alltäglicher. Mehr als nur die Gesellschaftsmitglieder, die sich mit geschlechtssensiblen pädagogischen Angeboten und Konzepten auseinandersetzen, können nun alle die Veränderung hin zu einer geschlechtsdiverseren Welt mit mehreren Sinnen wahrnehmen.
Und trotzdem ist das Sternchen nicht unser aller gender-utopia. Denn das Sternchen kann auch Ausschluss bedeuten. Für einige Personen der Transcommunity ist es schmerzhaft, wenn hinter jedem „Mädchen“, hinter jedem „Frau“ das Sternchen gesetzt wird. Denn was soll es aussagen? Das Sternchen markiert in diesem Fall „das Andere“ und grenzt damit aus, anstatt inklusiv zu sein.
Wir sind als Bundesarbeitsgemeinschaft ein lernender Verein, der sich immer wieder mit den aktuellen Diskursen aktiv auseinandersetzt. Die Debatte, das Sternchen in unseren Namen aufzunehmen, wurde auf vielen Mitgliedsversammlungen und Studientagen diskutiert. Nach langen Jahren des miteinander Streitens und Diskutierens wurde 2018 beschlossen, dass wir uns in BAG Mädchen*politik umbenennen. Wir sind glücklich darüber, dass wir das Sternchen im Namen tragen, als dass wir damit darauf aktiv hinweisen, dass wir uns als mädchen*politisch aktiver Verein für die Rechte unserer Besucher*innen einsetzen und für sie kämpfen, egal ob sie Mädchen sind, intergeschlechtlich, nonbinär oder oder oder. Wir stehen für vielfältige geschlechtliche Identitätsentwürfe ein und unsere Orte sind für all diese vielfältigen Identitäts- und Lebensentwürfe offen.
Wie nun umgehen mit dem Sternchen? In der BAG Mädchen*politik bilden wir die geschlechtliche Vielfalt in unserer Gesellschaft so ab, dass wir uns entschlossen haben das Sternchen im Namen beizubehalten und von Mädchen*politik und Mädchen*arbeit zu schreiben und zu sprechen. Damit wollen wir verdeutlichen, dass unsere Angebote und unsere Arbeit für die Zielgruppe intersektional gedacht und konzipiert ist. Das Sternchen steht somit für die Anerkennung der Komplexität der Zugehörigkeiten und Zuweisungen in dieser Gesellschaft. Zusätzlich verwenden wir das Sternchen, um bspw. von unseren „Besucher*innen“ zu sprechen und zu schreiben.
Stellungnahmen Mitglieder (Auswahl)
Bleiberecht statt Abschiebung
Mit der Stellungnahme der LAG M*A, der wir uns anschließen, weisen wir auf die Auswirkungen der aktuellen Asylpolitik auf die Lebensbedingungen von Menschen auf der Flucht, insbesondere von Mädchen, Frauen und TIN-Personen auf der Flucht hin.